Rückblick auf die Start-up-Phase der advandoo AG

Das Interview wurde in der September Ausgabe (S.86/87) des Persönlich publiziert.

Die advandoo wurde vor zweieinhalb Jahren von drei Spezialisten in Zürich gegründet. Nun steht ein nächster Entwicklungsschritt an. Dies haben wir zum Anlasse genommen, um mit den beiden Partnern Adriano Zappacosta und Andreas Eggenberger Rückschau zu halten und einen Ausblick in Form eines Interviews zu wagen.

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Wie habt ihr euch kennengelernt und wie kamt ihr auf die Idee, gemeinsam ein Unternehmen zu starten? 

Adriano Zappacosta: Entstanden ist der Business Case beim Kaffee. Gestartet sind wir damals zu Dritt. Mit Andreas Eggenberger sowohl auch mit Michael à Porta hatte ich in der Vergangenheit erfolgreich zusammen gearbeitet. Wie es der Zufall wollte, befanden wir uns alle drei gleichzeitig in Aufbruchsstimmung.

Andreas Eggenberger: Ich hatte bereits in der Vergangenheit eine Firma gegründet, und war nach einer längeren Phase als Berater in einem mittelgrossen Unternehmen wieder motiviert, in einem kleinen Team etwas Neues aufzubauen. Die Einladung von Adriano zum Kaffee kam also gerade richtig.

Was steckt hinter der Bedeutung der Firmenbezeichnung „advandoo“?

Andreas Eggenberger: Der Name advandoo setzt sich aus «advance» und «do» zusammen. Mit «advance» drücken wir aus, dass wir unsere Kunden in ihrem Business einen Schritt vorwärts bringen wollen. Das «do» steht dafür, dass wir zupacken, realisieren und uns – natürlich im übertragenen Sinn – auch die Hände schmutzig machen.

Adriano Zappacosta: An der Namensfindung haben wir uns die Zähne ausgebissen. Es benötigte unzählige Brainstormings, bis wir einen passenden Namen hatten, der noch verfügbar war. Heute sind so viele Domain und Firmennamen schon vergeben.

Wie konntet ihr im Aufbau der Unternehmung und Ihrer Entwicklung von euren bereits gesammelten Erfahrungen profitieren?

Adriano Zappacosta: Wir alle machten bereits in der Pionierzeit des kommerziellen Internets Online-Projekte und arbeiteten in Agenturen. Von daher war es naheliegend, mit dem vorhandenen Wissen als Basis zu starten. Ausserdem haben wir natürlich unsere privaten Netzwerke in der Branche und auf Kundenseite eingebracht. Gerade zu Beginn ist das Netzwerk eine wichtige Voraussetzung um zu den ersten Aufträgen zu kommen. Unsere ersten Kunden mussten vertrauen in uns als Personen haben.

Andreas Eggenberger: Wir hatten unabhängig voneinander bereits Erfahrung als Unternehmer und wussten, worauf wir uns einlassen. Dennoch benötigt der Start eines Unternehmens viel Energie und zeitlichen Einsatz, trotz aller Erfahrungen, die man mitbringt.

Das Online-Business ist in den letzten 20 Jahren stetig gewachsen und umfasst eine Immense, ständig wachsende Spannweite. Was hat euch dazu bewogen, selbst ein Unternehmen in dieser Branche zu gründen?

Andreas Eggenberger: Die Themenvielfalt in der digitalen Welt ist in der Tat immens und wir sind ständig gefordert zu verstehen, wie sich die Bedürfnisse unserer Kunden, respektive deren Kunden, verändern. Diese Dynamik ist aber auch spannend und bietet Potenzial für neue Anbieter und neuartige Dienstleistungen.

Wie kamt ihr zum Schluss euch für den Bereich Digital Commerce zu fokussieren?

Adriano Zappacosta: Das Marktpotenzial im Umfeld von E-Commerce ist nach wie vor gross. Zwar existieren bereits viele Dienstleister, jedoch besteht die Herausforderung darin, immer schneller rentable Lösungen für Business-Anforderungen zu konzipieren und umzusetzen. Dies ist nur möglich, wenn Technologie-Knowhow und Business-Verständnis kombiniert werden. Das Thema «Digital Commerce» liegt uns nahe und gleichzeitig können wir dazu auf einen breiten Fundus an Erfahrungen zurückgreifen. Die grosse Stärke unseres sechsköpfigen Teams besteht genau darin, für Business Cases entsprechende digitale Lösungen zu finden und diese auch effizient umzusetzen.

Welche Dienstleitungen bietet ihr zum aktuellen Zeitpunkt an?

Andreas Eggenberger: Wir konzipieren, implementieren und betreiben Lösungen für Product Information Management (PIM) und E-Commerce. Dabei setzen wir auf bewährte Produkte und standardisierte Betriebsprozesse. Unser Business Engineering sorgt dafür, dass die Organisation auf die neue Lösung vorbereitet ist und die neuen Prozesse mitträgt.

Adriano Zappacosta: Die Digitalisierung führt besonders in unserem täglichen Tun zu neuen Möglichkeiten in der Zusammenarbeit. Diese neue Arbeitsweisen zur Effizienzsteigerung wollen wir nutzen und auch unseren Kunden nahe bringen. Die Digitalisierung ist nicht nur ein Vertriebs- oder Marketingthema, sondern liegt auch viel Potenzial im firmeninternen Arbeitsalltag.

Ansprüche und Preisdruck steigen stetig, wie bekommt ihr das bei der advandoo zu spüren?

Andreas Eggenberger: In der Beratung steht die Erfahrung und Fachkompetenz im Vordergrund, wobei die Bandbreite an Knowhow-Themen aber auch das Spezialwissen, über das ein Berater verfügen muss, ständig zunehmen.

Adriano Zappacosta: Bei Umsetzungsprojekten sind die Stundensätze immer ein Thema, da einfach vergleichbar, auch wenn der reine Stundensatz wenig über die effektive Leistung oder Qualität aussagt. Viele Kunden denken in Preisstrukturen, die Near- respektive Offshoring voraussetzen, also der Auslagerung von Aufgaben in Länder mit tieferen Lohnkosten. Qualifizierte Fachkräfte zu finden ist aber inzwischen überall schwierig. Mit der aktuellen Euro-Kursentwicklung hat der Kostendruck noch zugenommen, und auch wir müssen uns dem Markt stellen.

Wie entwickelt sich das Digital Commerce in den nächsten Jahren?

Adriano Zappacosta: Die Rentabilität von Investitionen in den Digital Commerce steht zunehmend im Vordergrund, auch wenn der digitale Anteil am Umsatz weiter steigt. Ausserdem wird der Bedarf an Integration im Kontext von «Multichannel» weiter zunehmen, sowohl auf den Ebenen Organisation und Prozesse, wie natürlich auch der Systeme. Wir sind überzeugt, wenn wir unsere Kunden kontinuierlich einen Schritt weiter bringen, wird sich auch die advandoo mit unseren Kunden entwickeln. So entstehen Win-Win Situationen und langfristige Partnerschaften.

Andreas Eggenberger: Mit der fortschreitenden Digitalisierung werden Unternehmen nicht darum herum kommen, immer schneller, neue Technologien aufzunehmen und sich zu Nutze zu machen. Ihnen bei der Adaption zu helfen und innovative Lösungen zu erarbeiten, ist unsere Aufgabe.

Wo seht ihr die advandoo in der Zukunft auf Grund dieser zu erwartenden Entwicklungen?

Adriano Zappacosta: Wir haben unsere Startup-Zeit mittlerweile hinter uns. Wir wissen was wir können und was nicht, womit wir Geld verdienen und was der Markt von uns verlangt. Mit der jahrelangen Erfahrung und einem hervorragenden Team haben wir die Basis gelegt um weiter darauf aufzubauen.

Andreas Eggenberger: Wir werden uns verstärkt auf die Marktpositionierung als einer der verlässlichsten Partner im Digital Commerce konzentrieren. Um unseren Kunden weiterhin professionelle Services anbieten zu können, setzen wir ausschliesslich auf gut qualifizierte Spezialisten und ein motiviertes Team. Wir wachsen weiter und etablieren die advandoo am Schweizer Markt.