Kannibalismus im stationären Handel?

Die E-Commerce Erfolgsstory geht weiter, aber wie?

In den virtuellen Einkaufsläden läuft es wie geschmiert. Gemäss der neusten Studie des VSV (Verband des Schweizerischen Versandhandels) und des Marktforschungsinstituts GfK wurden dieses Jahr von Privatpersonen online 6,25 Mrd. Franken umgesetzt. Das diesjährige Wachstum beträgt satte 9,7%. Pro Kopf bedeutet dies jährliche Ausgaben von 780.- Franken. Diese unaufhaltsame Verlagerung der Geschäfte ins World Wide Web sorgt jedoch bei manch kleinen und grossen Händlern (die bisher vor allem stationär präsent waren) für schlaflose Nächte. Und dies bringt uns zur folgenden Frage.

Erfolgt das Wachstum im E-Commerce auf Kosten der Offline-Umsätze?

Jein. Gemäss GfK wurden im Jahr 2013 im Detailhandel über 100 Mrd. Franken Umsatz erwirtschaftet. Das reale Umsatzwachstum fiel mit 1.4 % vergleichsweise schwach aus. Viel Geld geht den Detailhändlern aber auch durch den nach wie vor sehr ausgeprägten Einkaufstourismus durch die Lappen (5,1 Mrd. im 2013, jährliche Zunahme von 10%). Ein weiterer Aspekt sind die Preise, die im Zuge der Frankenaufwertung weiter gesenkt wurden. Insgesamt sind die Umsätze der Detailhändler immer noch leicht steigend (auch wenn nicht so exzessiv wie die Online-Umsätze!).

Ein kurzer Blick in die wichtigsten Detailhandelsbranchen

Gemäss der Multicrosschannel-Studie 2013 von Bison Schweiz/Fuhrer & Hotz und der Retail Outlook Studie 2013 von Credit Suisse wird es vor allem für die Bücher-/Medienbranche und die Elektronikbranche richtig schwierig werden. Die Konsumenten werden in diesen Produktkategorien wesentlich mehr Ausgaben online tätigen. Die Gründe liegen auf der Hand: sehr gute Vergleichsmöglichkeiten, viele Anbieter, etc. Der stationäre Lebensmitteldetailhandel ist nach der rasanten Expansion von Aldi und Lidl grösstenteils gebaut. Wachstumsnischen entstehen z.B. im Bio- oder Convenience-Markt (z.B. Tankstellen-Shops). Der Modemarkt sorgte 2013 für Schlagzeilen: der Branchenriese Charles Vögele kämpfte um eine Repositionierung am Markt und der Branchenriese H&M musste hierzulande den stärksten Umsatzrückgang hinnehmen. Der stationäre Handel wurde vom Fashion-Phänomen Zalando überrollt, und auch aus anderen Gründen (z.B. Overstoring) ist in naher Zukunft eine grössere Konsolidierungswelle zu erwarten.

Ist der stationäre Handel noch zu retten?

Ja, er muss aber fundamental überdacht und angepasst werden. Der Multicrosschannel-Studie 2013 von Bison Schweiz/Fuhrer & Hotz ist zu entnehmen, dass die Schweizer ihre Einkäufe zu 75% stationär tätigen. Die meisten informieren sich aber vorab online über die entsprechenden Angebote und Preise. Die damit verbundenen „Web-to-Store“-Effekte sind heute noch wesentlich grösser als die Abflüsse ins Internet über „Store-to-Web“-Effekte (Beratungsklau). Insbesondere durch die starke Mobilisierung der Konsumenten erwarten diese von den Händlern Multichannel-Dienstleistungen, die in naher Zukunft als Selbstverständlichkeit angesehen werden. Wie zum Beispiel per Smartphone ein Produkt online reservieren und danach im gewünschten Laden abholen (vgl. auch Technologie-Trends am POS).

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