E-Commerce Report Schweiz 2016: Facts & Figures

E-Commerce Report Schweiz 2016: Facts & Figures.

Zum achten Mal ist der Schweizer E-Commerce Report erschienen. Der “E-Commerce Report Schweiz” ist eine wissenschaftliche Studienreihe der Fachhochschule Nordwestschweiz mit dem Ziel, die Entwicklung des B2C-E-Commerce in der Schweiz über mehrere Jahre hinweg zu erfassen und zu analysieren. Nachfolgend haben wir für Sie – wie bereits in den vergangenen Jahren – die Key Facts der Studie zusammengefasst.

Das Online Business boomt 

Auch im Jahre 2015 schreitet der Handel im E-Commerce weiter voran. Der Wert online bestellter Waren ist gegenüber dem 2014 ermittelten Wert um rund 9.8 % gestiegen. Das Einzelhandelsvolumen pro Kopf in der Schweiz liegt um rund 80% höher als in Deutschland, trotz des Währungsdrucks und der Verlagerung von Kaufkraft ins Ausland. Die Onlineeinkäufe der Schweizer im Ausland sind doppelt so stark gestiegen als diejenigen in der Schweiz. Die Wachstumserwartungen der Teilnehmer verhalten sich ähnlich wie im Vorjahr, den Zielen entgegenstehen ebenfalls wieder die starken Konkurrenzkämpfe, sowie die Währungsentwicklung.

Orell Füssli Thali hat eine grosse Aufgabe zu bewältigen. 2013 kamen rund 7 Onlineshops durch die Fusion zusammen, welche nun bereits auf die drei Plattformen buch.ch, book.ch und thalia.ch reduziert wurden. Ziel ist es jedoch, die drei bestehenden Shops auf orellfuessli.ch zu migrieren, ohne grosse Umsatzverluste oder gar Kundenverlust entgegenzunehmen. Hierbei kommt das Marken-Morphing ins spielt, wobei über einen längeren Zeitraum minimale Veränderungen an Layout, Farben und Schrifttypen der Webseiten vorgenommen werden, bis hin zum finalen Erscheinungsbild der Zielwebseite.

Mobile-Payment-Systeme der Schweiz

Mit rund 85% dominierte beim Checkout-Prozess die Zahlungsvariante per Kreditkarte. Am stärksten wächst der Marktanteil von PayPal, welche ebenfalls auch das einzige Nennenswerte Zahlungsverfahren ist, welches sich seit der Entstehung des www in der Schweiz durchsetzte. November 2015 kam das neue Mobile-Payment-System TWINT auf den Markt, welche sich rasch am Markt etablierte. Bereits im März 2016 haben sich die fünf grössten Schweizer Banken Credit Suisse, PostFinance, Raiffeisen, UBS und ZKB, die Finanzinfrastrukturdienstleisterin SIX und die Detailhändler Coop und Migros, sowie Swisscom gemeinsam auf das neue Payment-System TWINT geeinigt. Es besteht nun die Frage, ob sich die Schweizer Lösung, gegen die internationalen Lösungen PayPal, Apple Pay oder Google Wallet behaupten kann.

Ebenfalls im Rampenlicht steht dies Jahr die gesamte Logistik. Dabei dominieren die Ziele der Präzisierung, Beschleunigung, sowie Effizienzsteigerung und Kostenreduktion. Die Migros-Gruppe hat in diesem Bereich erfolgreich ihr neues PickMup-Konzept getestet, doch auch LeShop lässt sich nicht lumpen und erweitert seine Lieferoptionen. Viele weitere Unternehmungen ziehen diesen Beispielen nach mit den Zielen, den Kunden irgendwann die Entscheidung über verschiedenen Lieferoptionen zu überlassen, die Versand- und Retourenkosten durch Pick-up Stationen zu senken und spontan Käufe durch die Erweiterung von Abholstandorten zu fördern.

Umsatzziele und Erwartungen für die kommenden fünf Jahre

2015 konnten nur wenige der Studienteilnehmer im E-Commerce eine Wachstumsrate von 20% oder mehr erzielen, wobei einige sogar einen Umsatzrückgang erzielen mussten. Bereits im letzten Jahr war die Verlagerung auf mobile Endgeräte ein grosses Thema, dieses Jahr hat sich gezeigt, dass der Umsatz welcher via Smartphone generiert wird bei 9 von 30 Unternehmen bereits schon mehr als 20% beträgt.

Fazit

Es wird weiterhin eine Herausforderung bleiben im E-Commerce präsent zu sein, denn die Investitionsphase hält weiterhin an. Die Zahl der investitionsbereiten Unternehmungen ist im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken. Die Mehrzahl der Studienteilnehmer verfolgen jedoch die kontinuierliche Verbesserung der eigenen Positionierung und kümmern sich dabei um Investitionen in Shopsysteme, ERP, PIM, um die Verbesserung der User Experience oder die Optimierung für mobile Endgeräte. Des weiteren wird auch in den Bereichen Multichannel und Cross-Channel investiert, sowie bei der Verbesserung der Kommunikation und der Kundenbindung.

Die Erwartungen für die Zukunft gehen stark auseinander, wobei die eine Seite eine Vorhersage für unmöglich halten, vertreten andere den Standpunkt, dass sich der Markt in einen Mainstream-Bereich für globale Player und unzählige Nischen für nationale und regionale Anbieter aufteilen wird.

Download Report

Den kompletten E-Commerce Report Schweiz 2016 können Sie kostenlos herunterladen via https://www.e-commerce-report.ch/de/e-commerce-report/bestellung/kostenloser-download