E-Commerce Report Schweiz 2015: Facts & Figures

E-Commerce-Report 2015: Facts & Figures.
Soeben ist zum siebten Mal der Schweizer E-Commerce-Report erschienen. Der “E-Commerce Report Schweiz” ist eine wissenschaftliche Studienreihe der Fachhochschule Nordwestschweiz mit dem Ziel, die Entwicklung des B2C-E-Commerce in der Schweiz über mehrere Jahre hinweg zu erfassen und zu analysieren. Nachfolgend haben wir für Sie – wie bereits in den vergangenen Jahren – die Key Facts der Studie zusammengefasst.

Fortschreitende Umsatzverlagerung zu Online
Der Online-Trend schreitet weiter voran, und der Online-Handel mit Waren hat auch im Jahr 2014 um rund 10% zugelegt. In diesem Jahr mussten viele Schweizer Unternehmen, auf Grund der Euroabwertung, einen Kaufkraftabfluss ins Ausland verschmerzen. Gleichzeitig konnten ausländische Anbieter ihren Marktanteil erhöhen. E-Commerce entwickelt sich zunehmend zu einem Wettbewerb der Wertschöpfungssysteme. Durch den verschärften Wettbewerb drängen sich unternehmensübergreifende strukturelle und organisatorische Massnahmen auf. Dass dies auch arrivierten Unternehmen schwer fällt, zeigt das Beispiel Kuoni – und die Reisebranche insgesamt.

Wachstumsschub durch Mobile – Checkout als Stolperstein
Als wichtigster Treiber für das zukünftige Wachstum wird die zunehmende Nutzung des mobilen Internets erachtet. Aktuell ist der Traffic-Anteil noch höher als der Anteil an Bestellungen, oder anders formuliert, die Konversion bei Mobile ist tiefer als auf dem Desktop. Dies begründet sich durch nicht optimal ausgerichtete Websites oder nicht konversionsoptimierte Apps, die den Checkout-Prozess behindern.

Vorausschauende Investitionen als Erfolgsfaktor
Der grösste Anteil der Studienteilnehmer investiert umfangreich und treibt grosse Projekte voran, die deutlich über die gewöhnliche Wartung und Weiterentwicklung hinausgehen. Kanalübergreifende Konzepte erreichen eine hohe Zustimmung bei allen Playern. Die planbare Zustellung ist ein wichtiges Kundenbedürfnis, bleibt aber eine logistische Herausforderung.
Die Informatik-Kompetenz erweist sich als Schlüsselkompetenz und bildet die Voraussetzung um Investitionsprojekte erfolgreich durchzuführen. Migrationen von Online-Shops und ERP-Systeme („Replattforming“) können zum Teil über Jahre hinweg als Bremsklotz für die Unternehmung wirken. Die Realisierung von Personalisierungskonzepten erweist sich als wesentlich komplexer als erwartet.

Hot Topic „Digitale Transformation“
Trotz positivem Gesamttrend muss die Ausgangslage in unterschiedlichen Branchen und Unternehmen sehr viel differenzierter analysiert werden. Wie dynamisch sich ein Marktumfeld im Kontext der Digitalisierung präsentieren kann, wird am Beispiel „Ticketing“ vertieft aufgezeigt.
Der Erlös von verkauften Tickets im öffentlichen Verkehr liegt über 4 Mrd CHF, bei Veranstaltungstickets über 1 Mrd CHF. Das Marktpotenzial für Ticketing ist immens, und es entstehen fortwährend vielfältige Konzepte und Systeme.

Unser Fazit
Auch in diesem Jahr bestätigt die Studie die sich beschleunigende Mobilisierung des E-Commerce. Der Konkurrenzdruck steigt zunehmend, die Erschliessung von organischem Wachstum wird schwieriger. Neben der technischen Kompetenz müssen die Online-Händler ihre Prozesse und Strukturen weiterentwickeln und optimieren. Die Vielfalt an Themen und die Parallelität der Veränderungen auf allen Ebenen stellen eine grosse Herausforderung dar. Personalisierte Kundenkommunikation und Angebotsgestaltung bedürfen eines klaren Konzepts, das die konkrete Ausgangslage eines Unternehmens berücksichtigt und eine Realisierung in Schritten ermöglicht. Die Kombination von technischer Kompetenz und der Fähigkeit, Projekte parallel umzusetzen und zum Abschluss zu bringen, entscheidet über den Erfolg im E-Commerce.

Die ganze Studie können Sie kostenlos herunterladen via https://www.e-commerce-report.ch/de/e-commerce-report/bestellung/kostenloser-download.